Mindretallet har en afgørende funktion - artikel i ”Nordschleswiger.dk” den 13.09.2011

Minderheit hat „Scharnierfunktion“ forstør billede Botschafter Michael Zenner und Frau Kornelia Blitzer-Zenner im Gespräch mit dem BDN-Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen (l.). (© Lena Lahrmann)

Apenrade/Aabenraa - 13. September 2011 - von Claudia Knauer

„Mein erster Arbeitsbesuch außerhalb Kopenhagens hat mich, wie versprochen, nach Nordschleswig geführt“, erklärte Michael Zenner, neuer deutscher Botschafter in Dänemark, bei seinem gestrigen Besuch im Pressehaus in Apenrade.
Nachdem der Vorsitzende des Pressevereins, Hans Christian Bock, einen kurzen Abrissüber die Geschichte des Nordschleswigers gegeben hatte, erläutere Chefredakteur Siegfried Matlok die Entwicklungen der jüngsten Zeit. Trotz der Sparmaßnahmen sei Der Nordschleswiger mittlerweile viel mehr als die Papierzeitung. Er verwies auf die Internetpräsenz, die drei täglichen Rundfunknachrichtensendungen, Facebookauftritt und Twitter sowie das Unterrichtsabonnement. „Wir stellen uns den neuen elektronischen Herausforderungen“, unterstrich Matlok, betonte aber gleichzeitig, wie auch der Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger,
Hinrich Jürgensen, die Wichtigkeit der Papierzeitung. Der Bundesrepublik Deutschland dankte Matlok ausdrücklich dafür, dass die Zeitung weiter herausgegeben werden kann. „Ohne das Medienhaus kann die Minderheit schwerer atmen«, so der Chefredakteur. Jürgensen lobte, dass trotz der Sparmaßnahmen „weiterhin eine gute attraktive Zeitung” gemacht wird.
Der Botschafter sprach seine Glückwünsche „für die gute Arbeit, die Verknüpfung von Papier, elektronischen und sozialen Medien und Radio“ aus. Die Zeitung sei wichtig für die deutsche Minderheit, aber auch in der gesamten Region, spiele zudem eine wichtige Rolle im deutsch-dänischen Kontext und in der dänischen Zeitungslandschaft. „Ich lese sie regelmäßig“, betonte er, denn sie trage zum Verstehen bei.
Beiden Minderheiten im Grenzland wies der Diplomat eine „gewichtige Rolle“. Sie sorgten dafür, dass „es zwischen Deutschland und Dänemark hervorragend klappt“. Daran werde auch ein möglicher Regierungswechel nichts ändern, versicherte der Botschafter. „Die deutsch-dänischen Beziehungen sind seit Jahr und Tag hervorragend und sie werden weiterhin hervorragend sein. Unabhängig vom Wahlausgang.“
Bei seinem Besuch, u. a. im Kindergarten im Königin Margrethenweg in Apenrade, auf dem Jugendhof Knivsberg, in der deutschen Schule und dem deutschen Museum in Sonderburg oder beim Sektempfang mit Mitgliedern der Minderheit, hatte Michael Zenner einen Eindruck von der Arbeit der Minderheit gewonnen. „Gerade im Bildungsbereich und in der Jugendarbeit wird das Verständnis für einander entwickelt“, so der Diplomat. So entstehe einGespür füreinander über die Grenze hinweg. Mit diesem Wissen trage die Minderheit zur Verständigung bei und sorge für die guten deutsch-dänischen Beziehungen. Sie habe „Scharnierfunktion“ zwischen Deutschland und Dänemark.

"Der Nordschleswiger" - Deutsche Tageszeitung in Dänemark

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